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Sächsische Parks: Der Große Garten in Dresden

Mit den breiten Elbwiesen, der bewaldeten Heide und zahlreichen Parks besitzt die sächsische Landeshauptstadt Dresden viele grüne Ecken zum Entspannen und Erholen. Mitten im Zentrum erstreckt sich ganz nah am Großstadttrubel ein besonderes Juwel: der Große Garten. Sobald die Temperaturen ins Freie locken, treffen sich hier Jung und Alt zum Spazierengehen und Sporttreiben, für eine Runde mit der Parkeisenbahn oder einen Besuch im Zoo.

Sport, Spiel und Kultur inmitten einer grünen Oase

Mit der Parkeisenbahn lässt sich der Große Garten bequem erkunden. Foto: Frank Exß (DML-BY)

Egal ob einem der Sinn nach quirliger Flaniermeile oder einer ruhigen Bank unter Bäumen steht – im Großen Garten ist auf 147 Hektar genügend Platz, damit sich niemand auf die Füße tritt. Fröhlich bimmelt die Parkeisenbahn, deren Miniaturzüge vom Bahnhof „An der Gläsernen Manufaktur“ zu Fahrten durch den Park starten. Immer wieder gibt es ein großes „Hallo“ und es wird begeistert gewinkt, wenn die Loks an den Fußgängern vorbeischnaufen. Eine gute halbe Stunde dauert eine solche Tour, die auf 5,6 Kilometern in den südlichen Bereich der Anlage führt.

Ein perfekter Zeitvertreib für heiße Sommertage: Gondeln auf dem Carolasee, Foto: Frank Exß (DML-BY)

Die breite, asphaltierte Hauptallee ist mit ihren knapp zwei Kilometern Länge wie geschaffen für einen Sonntagsplausch in gemütlichem Tempo, erste Fahrversuche auf Inlineskates oder den Auftakt zum persönlichen Fitnessprogramm. Unzählige verschlungene Wege ziehen sich links und rechts der Hauptachsen durch das Gelände. Zu einer Ruderpartie lädt der Carolasee mit seiner sprudelnden Fontäne ein. Und wenn sich Hunger, Durst und der Appetit auf ein leckeres Eis melden, taucht meist irgendwo ein Biergarten oder eine Eisbude auf.

Vom „königlichen“ Garten zum Park für alle Generationen

Die Blumenbeete am Palais werden saisonal prachtvoll bepflanzt. Foto: www.schloesserland-sachsen.de/Sylvio Dittrich

Der Große Garten geht in seinen Ursprüngen auf Kurfürst Johann Georg III. zurück, der ihn ab 1678 nach französischem Vorbild streng symmetrisch anlegen ließ. Zu dieser Zeit wurde auch das barocke Palais erbaut, an dem die beiden Hauptachsen zusammenlaufen. Wo früher August der Starke opulente Feste feierte, finden heute wieder ausgesuchte Veranstaltungen statt. So greift alle zwei Jahre im Februar der „Dresdner Frühling im Palais“ die Tradition der Blumen- und Früchteschauen von vor 200 Jahren auf.

Im 19. Jahrhundert wirkten renommierte Gartengestalter wie Johann Gottfried Hübler, Peter Joseph Lenné oder Friedrich Bouché im Großen Garten. Hofgärtner Hübler zeichnete für den englischen Landschaftspark verantwortlich, der das barocke Herzstück mit verschlungenen Wegen, kleinen Wäldern und Gewässern umgibt. Bouché pflanzte später seltene Gehölze aus Ostasien, Nordamerika und dem Kaukasus. Von Lenné stammten die Entwürfe für die Außenanlagen des Dresdner Zoos, der 1861 am Rand des Großen Gartens eröffnete. Dort ist er noch immer beheimatet. Hier leben über 1.500 Tiere in rund 250 Arten. Neben einem Zoobesuch lohnt sich auch ein Abstecher zum Botanischen Garten am nördlichen Ende direkt neben der „Gläsernen Manufaktur“.

Der Große Garten Dresden aus der Vogelperspektive

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