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Sächsische Parks: Der historische Kurpark von Bad Brambach

Der kleine vogtländische Ort Bad Brambach im äußersten Südwesten Sachsens ist seit über 100 Jahren für die stärkste Radonquelle der Welt bekannt, die „Wettinquelle“. Nach deren Entdeckung 1909 begann 1912 der Bade- und Kurbetrieb. Das natürliche Heilmittel Radon kommt in Bad Brambach bei unterschiedlichsten Schmerzbehandlungen zum Einsatz. Eingebettet sind die Therapiezentren in eine grüne Oase: den historischen Kurpark.

Gepflegte, saisonal bepflanzte Rabatten sorgen im Kurpark für Farbtupfer. Foto: Sächsische Staatsbäder GmbH/C. Beer

Auf der Suche nach Ruhe und Natur lohnt sich ein Besuch in Bad Brambach auch ohne Kuraufenthalt. Auf 16 Hektar erstrecken sich die denkmalgeschützten Parkanlagen zwischen der Festhalle mit dem Schwanenteich und der Grenze zum Nachbarland Tschechien. Die Wurzeln des Gartens reichen bis ins Jahr 1892 zurück, als die Obergärtner Walter Karwowsky und Willy Landrock hier wirkten. Im Mai und Juni ziehen zahlreiche Rhododendren mit ihrer herrlichen Blüte die Blicke auf sich. In schillernden Farben leuchten auch die gepflegten Rabatten und Rondelle entlang der gewundenen Wege und Rasenflächen. Wer mehr über die Gesundheitstradition des Heilbades und der Kuranlagen wissen möchte, erfährt auf den aufgestellten Informationstafeln interessante Details.

Zwischen Wasserspielen und Brunnenhäusern

Das natürliche Heilmittel Radon kommt in Bad Brambach bei verschiedenen Schmerztherapien zum Einsatz. Foto: Sächsische Staatsbäder GmbH/C. Beer

Das Tal des Röthenbaches bildet die natürliche Kulisse des Kurparks. Mehrere kleine Brücken überspannen den Wasserlauf, der sich plätschernd durch das Gelände schlängelt. Auf seinem Weg speist der Bach Teiche, Brunnen und sprudelnde Wasserspiele. Verschiedene Brunnenhäuser wechselnder Baustile schützen die Heilquellen Bad Brambachs. Am auffälligsten ist das Quellhaus der „Wettinquelle“ mit seinem von ionischen Säulen getragenen Wandelgang. Für mußevolle Pausen vom Flanieren sorgen zahlreiche Bänke und ein idyllischer Holzpavillon an einem Teich in der Parkmitte. Das Umfeld des Pavillons ist mit kleinen gartenarchitektonischen Elementen aus Theumaer Fruchtschiefer und einem ebenerdigen Wasserspiel gestaltet.

Die gestalteten Gartenpartien gehen in einen naturbelassenen Landschaftspark über. Foto: Sächsische Staatsbäder GmbH/C. Beer

An seinen Rändern geht der Garten in einen naturbelassenen Landschaftspark mit Wald und Wiesen über. Ein Spaziergang lässt sich so auch wunderbar zu einer schönen Wanderung erweitern, denn der Kurpark ist in das regionale Wanderwegnetz rund um Bad Brambach eingebunden.

Bad Brambach gehört gemeinsam mit Bad Elster zu den traditionsreichen Sächsischen Staatsbädern.

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