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Ein Familienausflug nach … Jonsdorf

Inmitten malerischer Natur trägt der Luftkurort Jonsdorf seinen Namen nicht ohne Grund. Wanderungen durch bizarre Bergformationen auf Gipfel mit herrlicher Aussicht machen bei sauberer Luft gleich doppelt so viel Spaß.

Von den Nonnenfelsen bietet sich ein weiter Blick aufs Zittauer Gebirge. Foto: Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge

Eine kleine, aber feine und absolut kindertaugliche Tour führt beispielsweise auf die Nonnenfelsen. Los geht es an der Ausflugsgaststätte Gondelfahrt, wo das Ziel schon gut zu sehen ist. Die Felsen im Zittauer Gebirge bestehen aus Sandstein, der durch Wind und Wetter verformt wurde. Und so ist es überliefert, dass die Nonnenfelsen von ferne an zwei Ordensschwestern mit Habit erinnern.

In Jonsdorf gibt es alles, was zu einem schönen Familienausflug dazugehört – auch einen Gondelteich. Foto: Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge

Hinauf geht es über die Stufen des Schwarzen Ganges. Oben warten Aussichtsplattformen mit weiten Rundblicken auf die Landschaft und eine Stärkung gibt es in der zünftigen Bergbaude. Nach dem erfolgreichen Abstieg ist eine Abkühlung im Wassertretbecken nahe der Gaststätte Gondelfahrt verlockend. Auch eine Runde mit dem Ruderboot, ein leckeres Softeis in Schwerdtners Eisgarten und ein Abstecher zum Erlebnisspielplatz machen gute Laune.

Spannende Wanderung durch den „Steinzoo“

Im „Steinzoo“ gibt es viel zu entdecken. Foto: Katja Fouad Vollmer

Zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen in Jonsdorf gehört eine Wanderung auf dem rund vier Kilometer langen Lehrpfad durch das Gebiet der Mühlsteinbrüche. Über 350 Jahre hinweg wurden hier Mahlsteine gebrochen. Der Lehrpfad ist mit einem grünen Schrägstrich gekennzeichnet. Er verbindet geologische und botanische Besonderheiten wie Restlöcher und Klüfte. Auf dieser Familienwanderung ziehen auch wieder interessante Felsgebilde die Blicke auf sich. Hier haben vor allem Kinder etwas zu rätseln, denn sie laufen mitten durch den „Steinzoo“ und können dort „Löwe“, „Nashorn“ oder „Bernhardiner“ entdecken. Der Lehrpfad ist gut erreichbar vom Parkplatz an der Gondelfahrt oder lässt sich in eine Rundwanderung mit Start und Ziel am Parkplatz am Gebirgsbad integrieren. Am Wegesrand liegt die Waldbühne Jonsdorf, auf der in der Sommerzeit das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau gastiert.

Exotische Tiere im Schmetterlingshaus

Im exotischen Schmetterlingshaus leben unzählige tropische Tiere. Foto: Katja Fouad Vollmer

Im Schmetterlingshaus sind die Tiere nicht ganz so imposant wie im „Steinzoo“, dafür aber lebendig! Über 200 Schmetterlinge in 35 Arten flattern durch das Tropenhaus. Sie sind nicht die einzigen exotischen Bewohner. Auch Reptilien, Schlangen, Spinnen und Insekten leben hier. Ein weiterer Hingucker ist das drei Meter lange Seewasseraquarium, in dem sich unterschiedlichste Fischarten tummeln. In der hauseigenen Cafeteria ist ein Imbiss möglich. Für die Kleinen gibt es dort eine Spielecke.

Gleich neben dem Schmetterlingshaus befindet sich die Arena Jonsdorf, die von Mai bis September ein riesiger Indoor-Spielplatz mit Rutschen, Hüpfburgen und Tretautos ist. Ab Oktober verwandelt sich die Arena in eine Eissporthalle.

Einmal Zittau und zurück mit der Schmalspurbahn

Was in Jonsdorf auch nicht fehlen darf, ist eine Fahrt mit der nostalgischen Zittauer Schmalspurbahn. Die historische Technik begeistert alte und junge Eisenbahnfans, schließlich ist die Bahn schon seit 1890 in Betrieb. Sie verkehrt ab Zittau in die beiden Kurorte Oybin und Jonsdorf, was am Bahnhof Bertsdorf zu einem besonderen Schauspiel führt. Dort gabeln sich die Gleise und die Züge verlassen den Bahnhof gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen: Diese Doppelausfahrt ist ein beliebtes Fotomotiv. Eine einfache Tour mit der Schmalspurbahn dauert rund 45 Minuten. Kinder bis 14 Jahre fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos mit.

Die Doppelausfahrt im Bahnhof Bertsdorf gehört zu den Highlights bei einer Tour mit der Zittauer Schmalspurbahn. Foto: Mario England

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