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Ein Familienausflug nach … Olbernhau

Das typische Reiterlein schmückt von Ostern bis Oktober den Olbernhauer Marktplatz. Foto: Fotoalier Schmidt Olbernhau, Inh. Kristian Hahn

Die Kleinstadt Olbernhau im Flöhatal an der Grenze zu Tschechien ist eng verbunden mit der traditionellen erzgebirgischen Holzkunst. Hier gehört das Olbernhauer Reiterlein fest zum Ortsbild dazu. Das Männlein auf einem schaukelnden Pferdchen steht zum Beispiel immer von Ostern bis Ende Oktober als übergroße Version auf dem Marktplatz. Zwischen dem ersten Advent und Mariä Lichtmess am 2. Februar wird es von den Olbernhauer Marktfiguren abgelöst, einem weihnachtlichen Trio aus Nussknacker, Reiterlein und Pfefferkuchenfrau.

Direkt am Markt ist im ehemaligen Rittergut direkt neben der Kirche das familienfreundliche Museum von Olbernhau untergebracht. Mechanische Heimatberge, Naturkundeexponate und Interessantes zur Spielzeugmachergeschichte werden hier präsentiert.

Mit dem Reiterlein auf Familienwanderung

Einen tollen Blick auf Olbernhau bietet der Aussichtspunkt am Rübenauer Weg. Foto: Fotoalier Schmidt Olbernhau, Inh. Kristian Hahn

Das Reiterlein hat seinen Platz auch auf zwei überdimensionalen Holzbilderrahmen gefunden. Von den Aussichtspunkten am Rübenauer Weg und an der Saydaer Straße auf der gegenüberliegenden Talseite lenken sie den Blick auf die zwischen Höhenzügen eingebettete Innenstadt von Olbernhau. Der Rübenauer Weg liegt am familienfreundlichen Wanderweg Dörfelbachtal. Markiert mit dem Reiterlein, startet die leichte, sechs Kilometer lange Runde am Wanderparkplatz Bruchbergweg. Unterwegs warten verschiedene Spiel- und Wissensstationen wie ein Echo-Platz. Hier kann die ganze Familie mit lustigen Wörtern ihr Glück versuchen und vielleicht schallt das Echo von den Bergen ringsum zurück. An der Strecke liegen am Basteifelsen und am Anton-Günther-Stein auch zwei Stempelstationen, die Teil der Olbernhauer „Erlebnistour mit dem Reiterlein“ sind. Das dazugehörige Stempelheft gibt es in der Tourist-Information. Die insgesamt 14 Stempelkästen sind über die gesamte Stadt und die umliegende Natur verteilt. Wer zehn Stempel gesammelt hat, erhält in der Tourist-Information ein kleines Geschenk.

Auf dem familienfreundlichen Wanderweg Dörfelbachtal gibt es zahlreiche Spiel- und Wissensstationen. Foto: Fotoalier Schmidt Olbernhau, Inh. Kristian Hahn

Entdeckungen und Spielspaß in der geheimnisvollen Saigerhütte

Auch für Sagen und Geheimnisse ist das Erzgebirge bekannt. Zum Beispiel die Legende vom „Hüttenmatths“, der ein sieben Kilometer langer Rundweg gewidmet ist. Die Sage handelt vom Hammerverwalter Matthes, der einen Pakt mit dem Teufel schloss. Die Wanderung führt auf einem Erlebnispfad zu historischen Schauplätzen, an denen Skulpturen aus Holz, Metall oder Beton aufgestellt sind. Start und Ziel ist die „Lange Hütte“ im Denkmalkomplex „Saigerhütte“, der zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge-Krušnohoří zählt.

Bei einer Erlebnisführung können Kinder das Geheimnis der Saigerhütte entdecken. Foto: Fotoalier Schmidt Olbernhau, Inh. Kristian Hahn

Die Saigerhütte aus dem Jahr 1537 umfasst mehr als 20 historische Bauten und ist ein eindrucksvolles Zeugnis des Hüttenwesens der Buntmetallurgie. Mit einem revolutionären Schmelzverfahren, dem Saigern, wurde hier einst Rohkupfer entsilbert. Noch voll funktionstüchtig ist der Kupferhammer, wo der Hammerknecht den sechs Zentner schweren Breithammer vorführt. Bei der Erlebnisführung „Das Geheimnis der Saigerhütte entdecken“ können Kinder sich auf eine 1,5-stündige Zeitreise begeben und die wichtigsten Plätze erkunden.

Die Saigerhütte ist nicht nur ein Ort, an dem authentisches Handwerk gepflegt wird. Ein Hotel und eine Bowlingbahn sind hier ebenfalls zu finden. In und um die ehemalige Scheune herrscht ausgelassener Trubel in der Kinder-Spielwelt „Stockhausen“. Hier wird drinnen und draußen nach Herzenslust gespielt. Die Auswahl lässt kaum Wünsche offen: Kletterburg, Röhrenrutsche, Würfelwelt, Trampolin, Märchen-Labyrinth und vieles machen die Kleinen glücklich.

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