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Ein Familienausflug nach … Oberwiesenthal

Als höchstgelegene Stadt Deutschlands am höchsten Berg Sachsens ist Oberwiesenthal für so einige Superlative gut. Auch die längste Fly-Line-Anlage der Welt steht hier. Dort, wo es im Winter zuverlässig heißt „Ski und Rodel gut“, mangelt es ohne Schnee ebenfalls nicht an interessanten Freizeitangeboten von rasant bis gemütlich.

Mit Fichtelberg-Schwebebahn und Fly-Line in luftige Höhen

Bequem und nostalgisch zugleich befördert die Fichtelberg-Schwebebahn Fahrgäste auf den Gipfel. Foto: FSB GmbH

Der große Star im Kurort Oberwiesenthal ist der 1.215 Meter hohe Fichtelberg. Zu Fuß muss ihn niemand erklimmen. Dafür gibt es den Vierer-Sessellift und die Fichtelberg-Schwebebahn, die ihre Fahrgäste mit zwei Gondeln im Pendelverkehr auf den Berg und ins Tal bringt. Dabei überwindet sie in knapp vier Minuten einen Höhenunterschied von reichlich 300 Metern. Auf dem Gipfel angekommen, wartet eine herrliche Aussicht über das Erzgebirge. Wer noch ein paar Meter obendrauf legen will, klettert die 148 Stufen im Turm des Fichtelberghauses hinauf. Erzgebirgspanoramen säumen das Treppenhaus, bevor schließlich ein vor Wind und Wetter geschützter Rundumblick möglich ist.

Wege zurück ins Tal gibt es neben Schwebebahn und Sessellift viele, zum Beispiel die 1.500 Meter lange Fly-Line. Gut gesichert mit Sitzgurt und Helm, „fliegt“ man in Kreiseln, engen und weiten Kurven, mit großen und kleinen Sprüngen an Edelstahlrohren den Berg hinunter. Möglich ist dieser ungewöhnliche Fahrspaß mit einer Maximalgeschwindigkeit von 13 km/h immer zwischen Mai und Oktober. Für alle, denen die Vogelperspektive nicht ganz geheuer ist, führen auch Wanderwege zurück in die Stadt – beispielsweise auf rund 4,5 Kilometern über die Wellenschaukel und die Alte Poststraße. Doch damit nicht genug …

Rasante Monsterrollertour ins Tal

Mit den robusten Monsterrollern geht es schwungvoll vom Fichtelberg ins Tal. Foto: k1 sporthotel GmbH & Co. KG

Die Fichtelberg-Schwebebahn befördert nicht nur Fußgänger, sondern auch Monsterroller. Das sind robuste Zweiräder mit breiten Stollenreifen und griffigen Scheibenbremsen. Wer sich ein solches grasgrünes Gefährt im K1 Sporthotel ausgeliehen hat, kann auf gut ausgeschilderten Wegen den Fichtelberg hinabsausen. Je nach Ausdauer und Laune können Touren unterschiedlicher Länge gebucht werden. Möglich ist Monsterrollern ab einer Körpergröße von 1,20 Meter. Zu den Klassikern zählt die 6,6 Kilometer lange Route in Richtung Neudorf. Rund 2,5 Stunden sollten dafür eingeplant werden. Der Clou: Vom Bahnhof Vierenstraße geht es bequem mit der Fichtelbergbahn zurück. Die historische Schmalspurbahn verkehrt schon seit 1897 zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal.

Im „Wiesenthaler K3“ werden die Trophäen erfolgreicher sächsischer Wintersportler präsentiert. Foto: Ronny Küttner/photoron

Noch einmal Action verspricht die Sommerrodelbahn neben der Talstation des Sessellifts mit ihren neun Steilkurven und sechs Bögen. Wenn nun noch Zeit bleibt, sollten Wintersportfans einen Abstecher ins Museum „Wiesenthaler K3“ machen. Dort werden Medaillen, Pokale und Sportgeräte des Skispringers und Ehrenbürgers der Stadt, Jens Weißflog, aber auch von Eric Frenzel, Richard Freitag und anderen erfolgreichen Athletinnen und Athleten ausgestellt. Geöffnet ist bis 16 Uhr (sonntags geschlossen). Danach klingt der Tag ganz gemütlich in einer Konditorei oder einem Café aus.

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