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Teil 3: Je weiter der Blick … Aussichtspunkte in Sachsen

Von oben auf die Welt da unten zu schauen, begeistert Kinder wie Erwachsene. Aussichtspunkte sind tolle Highlights für Familienausflüge, Wanderungen durch die Natur oder Städtetrips. Wir haben Tipps für jeden Geschmack zusammengestellt.

1. Südwestturm des Doms zu Meißen: Nur für Schwindelfreie (Elbland)

Foto: Sylvio Dittrich

Wagemutige Sandsteinkonstruktionen, luftig-leicht, reich verziert und filigran, begleiten den Aufstieg innerhalb der dominanten Westturmfront des Meißner Doms auf dem Burgberg. Viel offener Raum also – wer den Blick nach unten scheut, sollte lieber verzichten. Der Aufstieg über 304 Stufen zur 64 Meter hoch gelegenen Aussichtsgalerie des Südwestturms wird zwischen April und Oktober nur im Rahmen von Führungen angeboten. Dazu gibt es interessante Fakten zur Architektur und Baugeschichte. Die Fernsicht reicht an klaren Tagen bis in die Sächsische Schweiz. Anders als der mittelalterliche Dom wurden die markanten Doppeltürme erst zwischen 1904 und 1908 errichtet.

Lage: 51.1661801571218, 13.471205138153113  (Google Maps)

2. Turmtrio im Dresdner Westen: Sehen und gesehen werden

Aussichtsturm auf dem Hohen Stein, Foto: Sylvio Dittrich

Warum nicht mal drei Aussichtstürme an drei Tagen ansteuern? Im Dresdner Westen lassen sich die Turmtouren mit kleinen Spaziergängen verbinden. Der Alte Bienertpark in Plauen ist das erste Ziel. Am Rande der steil abfallenden Felswände des Plauenschen Grundes steht der kleine Aussichtsturm auf dem Hohen Stein. Von der umlaufenden Plattform fällt der Blick auf ein Miniaturland aus Fluss, Bahngleisen und der ehemaligen Felsenkellerbrauerei. Ähnlich viel zu sehen gibt es auch von den Bastionen im Park.

Bismarcksäule, Foto: Sylvio Dittrich

Nur rund 600 Meter Luftlinie weiter östlich erhebt sich im Fichtepark schon der Fichteturm mit seinem markanten Türmchen neben der Aussichtsplattform. Er wurde 1896 eingeweiht und ist 30 Meter hoch. Über die Baumkronen hinweg erstreckt sich der sagenhafte Rundblick weit übers Elbtal. Auch die Bismarcksäule auf der Räcknitzhöhe weitere 1,5 Kilometer östlich ist gut zu erkennen. Das dunkle Sandsteinmonument wird seit 2008 als Aussichtsturm genutzt. Absoluter Hingucker im Inneren ist die innovative Treppenanlage mit ihren breiten Mittel- und schmalen Außentreppen. Oben angekommen, liegt einem Dresden zu Füßen.

Lage:

Aussichtsturm auf dem Hohen Stein
51.023827273096906, 13.703736527406368 (Google Maps)

Fichteturm
51.022566405644284, 13.712166027406377 (Google Maps)

Bismarcksäule
51.02240929783232, 13.735335485078183 (Google Maps)

3. Völkerschlachtdenkmal Leipzig: Aussicht mit Geschichte

Foto: LTM/Andreas Schmidt

Monumental und äußerst beeindruckend zieht das Völkerschlachtdenkmal im Südosten Leipzigs alle Blicke auf sich. Als eines der bekanntestes Wahrzeichen der Stadt hat es sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Ausflügler schätzen das grandiose Panorama mit Leipzig, seinem flachen Umland und den zahlreichen Seen. 364 Stufen und einen engen Aufgang gilt es dafür zur höchsten Aussichtsplattform des 91 Meter hohen Gebäudes zu erklimmen. Aber auch auf dem äußeren Rundgang in 68 Metern Höhe, der bequem per Aufzug erreichbar ist, fasziniert die Weitsicht. Im Inneren überraschen auf drei Ebenen eine rittergeschmückte Krypta, die fast zehn Meter hohen Kolossalfiguren in der Ruhmeshalle und die Reiterkuppel mit ihren gewaltigen Ausmaßen.

1913 eingeweiht, erinnert das Denkmal an die Gefallenen der Völkerschlacht, die 1813 im Leipziger Raum tobte. Das angeschlossene Museum Forum 1813 lässt diese tragische Kriegszeit und die Ära Napoleons lebendig werden.

Lage: 51.31245806165229, 12.41330312656124 (Google Maps)

4. Vogtland Arena Klingenthal: Nur Fliegen ist schöner (Vogtland)

Die wenigsten werden sich wohl je von einer Skisprungschanze gestürzt haben. Wer einmal mit weichen Knien in derart luftiger Höhe stehen will, hat in der Vogtland Arena Klingenthal gute Karten. Außerhalb der Wettkämpfe bringt ein Aufzug täglich Gäste hinauf zur scheinbar schwebenden Aussichtskapsel der futuristischen Großschanze. Schon die Fahrt vom Schanzenauslauf zum Fuß der Sprungschanze macht mächtig Spaß. Dafür gibt es in Klingenthal die Erlebnisbahn „WieLi“. So wird auch der kurvige Rückweg durch den Wald zum Highlight.

Lage: 50.38599263388607, 12.450330746037615 (Google Maps)

Foto: Archiv TVV/Christoph Beer

5. König-Albert-Turm auf dem Spiegelwald: Barrierefrei zum Rundumblick (Erzgebirge)

Er ist der einzige barrierefreie Aussichtsturm im Erzgebirge – der König-Albert-Turm in Grünhain-Beierfeld. Sein Standort auf dem 728 Meter hohen Spiegelwald macht ihn zu einer perfekten Orientierungshilfe bei Wanderungen. Im Turm selbst verrät die Ausstellung „Multimediale Kulturlandschaft“ mit ihrer großen Bodenkarte, Multimediaterminals und Aktivstationen mehr zur Region und der Kulturlandschaft im Westerzgebirge. Mit dem behindertengerechten Aufzug ist es dann nur eine Frage von Sekunden, bis man seine Blicke schweifen lassen kann. Das herrliche Panorama reicht vom Fichtelberg bis zu den Höhenzügen des Vogtlandes. Im Norden ist bei guter Sicht der Rochlitzer Berg zu erkennen, mit etwas Glück sogar die Silhouette von Leipzig mit dem Völkerschlachtdenkmal.

Lage: 50.576241900196976, 12.792312634294406 (Google Maps)

Foto: Stadt Grünhain-Beierfeld

Mehr aus der Reihe „Je weiter der Blick …“

Teil 1: Je weiter der Blick … Aussichtspunkte in Sachsen

Teil 2: Je weiter der Blick … Aussichtspunkte in Sachsen

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