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Teil 2: Je weiter der Blick … Aussichtspunkte in Sachsen

Von oben auf die Welt da unten zu schauen, begeistert Kinder wie Erwachsene. Aussichtspunkte sind tolle Highlights für Familienausflüge, Wanderungen durch die Natur oder Städtetrips. Wir haben Tipps für jeden Geschmack zusammengestellt.

1. Lingnerschloss Dresden: Wo der „Odolkönig“ einst feierte

Den Loschwitzer Elbhang krönen hoch über der Elbe drei Schlösser. Das mittlere kaufte 1906 der Mundwasser-Fabrikant Karl August Lingner. Zehn Jahre lang lebte er hier. In dieser Zeit gehörten Geselligkeiten und Gartenfeste in unablässiger Folge zum guten Ton. Heute ist das Lingnerschloss mit Biergarten und Restaurant wieder ein beliebter Treffpunkt. Schon auf der Terrasse schwelgen die meisten im wunderbaren Panorama mit der Altstadt zur Rechten, dem Blauen Wunder zur Linken und den auf der Elbe vorbeigleitenden Dampfern. Es ist aber auch möglich, dem Schloss „aufs Dach zu steigen“ und sogar bis in die Böhmische Schweiz und zu den Meißner Domspitzen zu schauen.

Lage: 51.064119119917045, 13.797687869202862 (Google Maps)

Foto: Sylvio Dittrich

2. Schloss Augustusburg: Die Krone des Erzgebirges

Seit über 400 Jahren thront Schloss Augustusburg auf einem 516 Meter hohen Quarzporphyrkegel über dem Zschopautal. Wer die 132 Stufen meistert, erlebt im Aussichtsturm des Lindenhauses einen beeindruckenden Ausblick in die Landschaft und kann bis zum Fichtelberg schauen. Acht Fenster sorgen in diesem höchstgelegenen öffentlich zugänglichen Raum des Schlosses auch für optimale Lichtverhältnisse – perfekt für eine Galerie, die von März bis November Ausstellungen zeigt. Leicht unterhalb des Jagd- und Lustschlosses wartet ein kleiner Geheimtipp. Im 2019 eingeweihten Kurfürstin-Anna-Garten mit seinen zahlreichen Verweilmöglichkeiten bietet sich ein traumhafter Blick in das sanft hügelige Erzgebirgsvorland.

Lage: 50.813210039196306, 13.099349713044715 (Google Maps)

Foto: ASL Schlossbetriebe gGmbH

3. König-Friedrich-August-Turm Löbau: So beeindruckend, dass die Aussicht fast Nebensache ist (Oberlausitz)

Foto: Sylvio Dittrich

Natürlich gibt es oben einen wunderbaren Rundumblick ins bergig-hügelige Dreiländereck zwischen Zittauer Gebirge, Tschechien und Polen. Der 1854 errichtete Turm auf dem 448 Meter hohen Löbauer Berg ist aber schon für sich genommen ein absoluter Hingucker. Achteckig und zusammengesetzt aus mehr als 1.000 ineinandergesteckten, kunstvoll verzierten Eisengussteilen, wurde er wahrscheinlich vom Londoner Crystal Palace inspiriert. Es gibt drei Aussichtsplattformen in 12, 18 und 24 Metern Höhe. Die oberste ist nach exakt 120 Stufen erreicht. Benannt wurde der Turm nach Friedrich August II. von Sachsen. Geldgeber für den Bau war dessen Namensvetter Friedrich August Bretschneider, ein Löbauer Bäckermeister.

Lage: 51.091280526857105, 14.692684569203998 (Google Maps)

4. Türme der Burg Stolpen: Viele Stufen und eine Reise durch die Zeit (Sächsische Schweiz)

Bekannt ist die Burg Stolpen vor allem als der Ort, an dem die Gräfin Cosel ab 1716 fast 50 Jahre gefangen gehalten wurde. Mehr als 20 davon wohnte sie im Johannisturm. Über dessen enge Wendeltreppe führen 97 Stufen zu einem Rundgang unter dem Dach. Einst patrouillierten hier oben Soldaten – der Turm steht sinnbildlich für die Zeit, als die Burg eine Festung war. Aus den Jahren als Schloss stammt der Seigerturm schräg gegenüber, wo nach 80 Stufen ein wettergeschützter Rundumblick wartet. Und wieder ein paar Meter weiter verkörpert der Siebenspitzenturm die Epoche der Meißner Bischöfe. Bis zur Reformation unterhielten sie in Stolpen eine Nebenresidenz. Die sieben Spitzen sind Vergangenheit, heute krönt den Turm nach wiederum 80 Stufen eine Aussichtsplattform.

Lage: 51.04795966326155, 14.08392145571161 (Google Maps)

Foto: Sylvio Dittrich

5. Fuchsberg im Chemnitzer Zeisigwald: Auf zur Naherholung

Breite, barrierefreie Hauptrouten und viele Nebenwege durchziehen den Zeisigwald im Nordosten von Chemnitz. Auch wenn die Ausschilderung nicht optimal ist: Verlaufen kann man sich nicht. Ein Aussichtsplateau mit Blick auf die Stadt und das Erzgebirgsvorland befindet sich auf dem knapp 400 Meter hohen Fuchsberg. Der Bergrücken entstand im 19. Jahrhundert als Abraumhalde der umliegenden Steinbrüche. Aus dem einst hier abgebauten Porphyrtuff besteht die bekannte Tulpenkanzel im Freiberger Dom. Noch ein paar Meter weiter hinauf geht es zum Beutenberg, dem höchsten Punkt des Zeisigwaldes. Ein Abstecher lohnt auch zur Zeisigwaldschänke mit Spielplatz und Biergarten mitten im Wald.

Lage: 50.85178606683743, 12.965302437631426 (Google Maps)

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Teil 1: Je weiter der Blick … Aussichtspunkte in Sachsen

Teil 3: Je weiter der Blick … Aussichtspunkte in Sachsen

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