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Teil 1: Je weiter der Blick … Aussichtspunkte in Sachsen

Von oben auf die Welt da unten zu schauen, begeistert Kinder wie Erwachsene. Aussichtspunkte sind tolle Highlights für Familienausflüge, Wanderungen durch die Natur oder Städtetrips. Wir haben Tipps für jeden Geschmack zusammengestellt.

1. Die Radebeuler Spitzhaustreppe: Eine Herausforderung für Sportliche (Elbland)

Foto: Sylvio Dittrich

Da hilft kein Aufzug, hier kommt es allein auf Kondition und Willenskraft an. Dafür ist die Aussicht gratis und durchgehend geöffnet. Die barocke Spitzhaustreppe durch die Weinberge oberhalb der Hoflößnitz ist ein Klassiker, aber auch für alle, die sie schon kennen, immer wieder eine schöne Herausforderung. 220 Meter, 397 Stufen und 57 Absätze müssen bewältigt werden, bis die insgesamt 76 Höhenmeter gemeistert sind.

Oben winken eine Verschnaufpause im Muschelpavillon und als Belohnung ein fantastischer Blick über die geschwungenen Weinbergterrassen und das Elbtal. Tief unten verrät von Zeit zu Zeit eine verwehte Dampfwolke über Baumkronen und Hausdächern die vorbeifahrende historische Lößnitzgrundbahn.

Lage: 51.1133106165627, 13.663400545606837 (Google Maps)

2. Haselbergturm in der Königsbrücker Heide: Wo die Natur wild sein darf (Oberlausitz)

Foto: Sylvio Dittrich

Von der einstigen Mondlandschaft ist heute nichts mehr zu spüren. Bis 1992 hatte das Militär auf dem Truppenübungsplatz 30 Kilometer nördlich von Dresden das Sagen. Seit mittlerweile 25 Jahren ist die 70 Quadratkilometer große Königsbrücker Heide Naturschutzgebiet und die Wildnis hat sich Grund und Boden eindrucksvoll zurückerobert. Verschiedenste Tiere und Pflanzen sind hier heimisch geworden, darunter seltene Gewächse wie die Wiesenschwertlilie oder der Lungenenzian.

Der 34 Meter hohe Haselbergturm liegt am Turmpfad, denn die Heide darf nur auf ausgewiesenen Wegen betreten werden – einerseits zum Schutz der sensiblen Natur, andererseits wegen der vielerorts noch lagernden Munitionsreste. Über neun Etagen geht es nach oben, wo das Panorama des schier endlosen Baummeeres die Dimensionen erst begreifen lässt.

Lage: 51.28940725702099, 13.884970768887987 (Google Maps)

3. Babisnauer Pappel: Landmarke mit Dresden-Panorama (Erzgebirge)

Zur Babisnauer Pappel auf dem 335 Meter hohen Zughübel südlich von Dresden führen einige Wanderwege. Eine entspannte Tour folgt beispielsweise im Gebergrund dem gleichnamigen Bach zwischen den Bannewitzer Ortsteilen Rippien und Golberode. In Golberode steigt die Straße noch etwa einen Kilometer an bis zu der mehr als 200 Jahre alten Schwarzpappel. Eine kleine Aussichtsplattform mit Blick auf das Elbtal und Picknickbänke machen dieses Plätzchen inmitten weiter Feldern zu einem hübschen Ausflugsziel.

Lage: 50.97422763624216, 13.74982409477702 (Google Maps)

Foto: Matthias Weber

4. Aussichtspunkt Eythra am Zwenkauer See: Zwischen Vergangenheit und Zukunft (Leipzig und Region)

Foto: Stadtverwaltung Zwenkau

Gemütlich in zwei Baggerschaufeln sitzend, offenbart sich am Aussichtspunkt Eythra ein herrlicher Blick auf den Zwenkauer See und die Silhouette des Freizeitparks Belantis. Die Schaufeln erinnern an die Vergangenheit des Gewässers als Tagebau. Vom Rastplatz am Eythrastein, der am asphaltierten Seerundweg westlich des Stadthafens Zwenkau liegt, ist es nur ein kurzer Abstecher bis hierher. Am Rastplatz beginnt außerdem eine mystische vierreihige Lindenallee. Sie führt geradewegs zu einer künstlich errichteten Tempelruine, dem 1790 erbauten Trianon. Dieses ist ein Relikt des früheren Schlossparks, denn das Dorf Eythra samt Rittergut und Park musste Anfang der 1980er Jahre dem Braunkohletagebau weichen.

Die beiden geschichtsträchtigen Ziele lassen sich gut in eine Wanderung auf dem Naturlehrpfad durch das Eichholz oder in eine große Radrunde um den See einbinden.

Lage: 51.22901359814743, 12.304568239978465 (Google Maps)

5. Weifbergturm Hinterhermsdorf: Wald-Quiz versüßt den Aufstieg (Sächsische Schweiz)

Um den hölzernen Aussichtsturm auf dem Weifberg in der Hinteren Sächsischen Schweiz zu erobern, müssen stolze 173 Stufen bezwungen werden. Kleine Verschnaufpausen sind aber kein Problem, denn der Aufstieg führt über zehn Plattformen. Auf jeder Ebene ist ein kurzweiliges Wissensquiz installiert. Kinder und natürlich auch die Erwachsenen lernen so ganz nebenbei viel Spannendes über den Wald ringsum. In mehr als 30 Metern Höhe beeindruckt ein abwechslungsreicher Rundblick auf die Felsformationen des Elbsandstandgebirges, den Kamm des Osterzgebirges und die Kegelberge des Böhmischen Mittelgebirges.

Lage: 50.93713367434942, 14.36529668465413 (Google Maps)

Foto: Tina Meinert

 

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