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Atemberaubende Fernsichten auf dem Panoramaweg Sächsische Schweiz

Unterwegs auf dem 18 Kilometer langen Panoramaweg werden Wanderlustige mit fantastischen Aussichten in die bizarre Felsenwelt des Nationalparks Sächsische Schweiz belohnt. Die rund fünfstündige Tour beginnt in Bad Schandau und schlängelt sich bis nach Saupsdorf. Ohne spürbare Steigung geht es über weite, freie Wiesen und Felder, die ab und an durch kleine Waldstücke unterbrochen werden, vorbei an Altendorf, Mittelndorf und Lichtenhain.

Entlang der Hochebene

Am Rastplatz bei Mittelndorf sind die Felsen des Elbsandsteingebirges besonders gut zu sehen. Foto: Christina Nehls

Hinter den letzten Häusern von Mittelndorf spendet eine stattliche Linde Schatten an heißen Sommertagen. Wer hier rastet, vor dem breitet sich das schönste Panorama des gesamten Weges aus. Dutzende Gipfel lassen sich erspähen: Im Südwesten thronen Lilienstein, Königstein, Pfaffenstein, Gohrisch, Papststein, Katzstein und die Laasensteine über dem Elbtal. Im Süden schaut man ins Kirnitzschtal. Dahinter ragen die Hohe Liebe, die Schrammsteine, die Affensteine und der Kuhstall auf. Es fällt schwer, diesem überwältigenden Rundblick den Rücken zu kehren.

Doch wen die Wanderlust weitertreibt, der kann dem als gelbem Punkt markierten Panoramaweg bis Lichtenhain folgen. Von dort verläuft er über die Hohe Straße, einen alten historischen Handelsweg, in Richtung Ottendorf und über den Prof.-Alfred-Meiche-Weg weiter bis nach Saupsdorf.

Der Panoramaweg führt vorbei an kleinen Ortschaften, weiten Wiesen, Feldern und Wäldern. Foto: Steffen Unger

Die Route lässt sich alternativ auch in umgekehrter Richtung erlaufen. Ein früher Start in Saupsdorf sichert am Nachmittag bei Mittelndorf wunderschöne Lichtverhältnisse für Fotos von den Affen- und Schrammsteinen.

An zahlreichen Rastplätzen bietet sich die Gelegenheit für ein Picknick im Grünen. Wer lieber einkehren möchte, findet entlang der Strecke mehrere Gaststätten. Da der Weg an einigen Haltestellen der Buslinien 260 und 268 vorbeiführt, kann er außerdem problemlos abgekürzt werden. Und keine Bange: Auch auf der Straße bleibt das felsige Panorama beeindruckend.

Tipp: Hinterhermsdorf in Familie entdecken

Im Erlebnisgelände „Waldhusche“ in Hinterhermsdorf sind 40 Mitmach-Stationen aufgebaut. Foto: TMGS/René Gaens

Vom Endpunkt des Panoramaweges, Saupsdorf, ist es mit der Buslinie 268 nicht weit bis nach Hinterhermsdorf. Die Gemeinde trägt seit 2008 die Auszeichnung „familienfreundlicher Urlaubsort“. Passend dazu können Kinder mit einem prall gefüllten „Entdecker-Rucksack“ aus dem Haus des Gastes elf Stationen im Ort inspizieren oder aber die „Waldhusche“ erkunden. Auf dem weitläufigen Erlebnisgelände der Nationalpark-Verwaltung sind 40 Mitmach-Stationen aufgebaut, an denen kleine Naturforscher mal wie ein Borkenkäfer in einen Baumstamm krabbeln, mal auf den Rücken einer riesigen Spinne klettern oder rasant durch einen Fuchsbau rutschen dürfen.

Umweltfreundliche Anreise

Zahlreiche Buslinien verbinden die Wanderrouten der Sächsischen Schweiz. Foto: RVSOE

Aus Richtung Dresden fahren S-Bahnen in die Sächsische Schweiz. Vor Ort sind an den Wochenenden und Feiertagen der Saison vier FahrradBUS- und zwölf Wanderbus-Linien im Einsatz. Zwischen Bad Schandau und dem Lichtenhainer Wasserfall verkehrt die historische Kirnitzschtalbahn. Hinterhermsdorf ist von Pirna über Königstein und Bad Schandau mit der Kirnitzschtal-Linie 241 zu erreichen. Detaillierte Informationen gibt es beim Verkehrsverbund Oberelbe und dem Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

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