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Drei gemütliche Rundwanderungen durchs Vogtland

Wer gemeinsam mit Familie oder Freunden die Wanderschuhe schnüren, aber keine Streckenwanderung planen will, ist mit einer Rundwanderung mittlerer Länge gut beraten. Im Vogtland sorgt neben der hügeligen Landschaft mit dichten Wäldern und kristallklaren Bächen auch die Heimat- und Sagengeschichte für Kurzweil. Auf diesen drei Routen gibt es unterwegs auch interessante Sehenswürdigkeiten zu besichtigen:

1. Drachenrundweg Syrau: Ein gefräßiges Ungeheuer als Namensgeber

In Mehltheuer startet der gut zehn Kilometer lange, familienfreundliche Drachenrundweg. Seinen Namen hat er von einem gefräßigen Ungeheuer, das vor langer Zeit in diesem Landstrich sein Unwesen getrieben haben soll. Die Strecke verläuft durch den Wald nach Syrau zur dortigen Drachenhöhle, einer Tropfsteinhöhle.

Windmühle Syrau | Foto: Archiv TVV/S. Theilig

Anschließend folgt sie dem Weg zur jetzigen Windmühle, die sich auf einer Anhöhe erhebt. An dieser Stelle soll ein mutiger Müllerbursche den Drachen im Schlaf überrascht und mit einer Mistgabel erstochen haben. Zu Ehren des Bezwingers stand hier früher eine kleine Kapelle.

Vorbei an offenen Feldern geht es erneut hinein in den Wald zu einem Rastplatz und danach zur hölzernen Schutzhütte. Tafeln und Aktivstationen verraten während der Tour noch mehr Interessantes und Lustiges über den Drachenmythos.

2. Lehr- und Wanderpfad Zeidelweide Adorf: Bewegung, Wissen und Entdeckerfreude

Vom historischen Stadtzentrum Adorfs führt der Lehr- und Wanderpfad Zeidelweide auf rund zehn Kilometern zunächst auf die Höhen im Ortsteil Arnsgrün mit ihrem herrlichen Panoramablick über das Obervogtland. Schattige Wege leiten dann hinab ins idyllische Tal der Zeidelweide, wo ehemals Zeidler – die Imker vergangener Zeiten – lebten.

Lehr- und Wanderpfad Zeidelweide | Foto: Archiv TVV/S. Prelec

Heute fasziniert das Naturschutzgebiet mit artenreicher Flora, Kaulquappenteichen und einer geheimnisvollen Sage um das Alte Schloss Schönfeld. Unter der noch erhaltenen Ringwallinsel sollen sich mit Gold gefüllte Räume befinden. Der Legende nach gelangt jener, der den passenden Schlüssel findet und die richtige Formel weiß, in den Besitz dieses Schatzes.

Entlang des Weges weisen Tafeln immer wieder auf Besonderheiten in Natur und Heimatgeschichte hin. Ein Highlight ist das „Klein-Vogtland“ mit Miniaturen bekannter Sehenswürdigkeiten der Region. Der benachbarte Botanische Garten zeigt alpine Pflanzen aus aller Welt. Zum Abschluss glänzt mit dem neuen Erlebnismuseum Perlmutter unmittelbar am Freiberger Tor Deutschlands größte Perlmutter-Sammlung.

3. Rundwanderweg um Schloss Burgk: Durch fürstliche Gefilde

An den Ufern der Saale wandeln Wanderer im Thüringer Vogtland auf fürstlichen Pfaden. Ausgangspunkt der sieben Kilometer langen Tour ist der Saaleturm, ein hölzerner Aussichtsturm.

Saaleturm Burgk | Foto: Archiv TVV/S. Theilig

Schon kurz nach dem Start wird das prachtvolle Schloss Burgk passiert, von höfischen Festen künden noch der Lust- und der Sophiengarten. Durch alte Jagdgründe und den idyllischen Lustgarten gelangt man zum Röhrensteig. Diese sanfte Flanierstrecke mit Blick auf das Saaletal stand bereits bei Heinrich III. von Reuß hoch in der Gunst.

Detaillierte Beschreibungen dieser drei Wandertouren finden Sie auf der Seite des Tourismusverbandes Vogtland.

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