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Meißen: Ein Ort für sonnige Gemüter

An einem sonnigen Tag durch Meißens Gassen zu spazieren, ist ein wahrer Augenschmaus. Dann leuchten die Fassaden der prachtvollen Bürgerhäuser noch einmal so farbenfroh.

Gässchen mit Kopfsteinpflaster und liebevoll restaurierten Häusern prägen den Weg zum Meißner Burgberg. Foto: Stadt Meißen

Aneinandergeschmiegt säumen sie die schmalen Straßen und lauschigen Plätze hinauf zum Burgberg mit Dom und Albrechtsburg. Zurückhaltung ist nicht angesagt: Kräftige Ocker- und Rottöne, intensives Gelb und zartes Grün lassen die Gedanken schnell zu Urlaubstagen im warmen Süden wandern. Aber schließlich gehört Meißen zum Sächsischen Elbland, das bekannt ist für diese gewisse Leichtigkeit und die schönen Dingen des Lebens – die wunderbare Flusslandschaft der Elbe, den exklusiven spritzigen Wein und feinstes Porzellan mit langer Tradition.

Die Heimat des Meissener Porzellans

Die gekreuzten Schwerter sind das weltweit bekannte Markenzeichen der Porzellan-Manufaktur Meissen. Foto: Meissen

Vor mehr als 300 Jahren wurde die weltberühmte Porzellan-Manufaktur Meissen gegründet. Nur wenig jünger ist eines ihrer spektakulärsten Service. Zwischen 1737 und 1742 schufen die Modelleure Johann Joachim Kaendler, Johann Friedrich Eberlein und Johann Gottlieb Ehder im Auftrag des sächsischen Kabinettsministers Heinrich Graf von Brühl das legendäre „Schwanenservice“, ein prunkvolles Ensemble aus über 2.200 Teilen. Namensgebend für das Reliefdekor ist ein durch Schilf schwimmendes Schwanenpaar, gefasst im Tellerspiegel einer Seemuschel. Vom Originalservice existieren heute weltweit nur noch 300 Teile.

In der Schauwerkstatt und im Museum ist ein Blick hinter die Kulissen der Porzellan-Manufaktur möglich. Foto: Meissen

Das Schwanendekor ist mit den kostbarsten und repräsentativsten Stücken des ursprünglichen Ensembles nach wie vor im Angebot der Porzellan-Manufaktur Meissen. Wer hinter die Kulissen der unverwechselbaren Marke mit den gekreuzten Schwertern schauen möchte, hat dazu in der Schauwerkstatt der Manufaktur und im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung Gelegenheit. Nach der Besichtigung warten die exklusiven Stores und das hauseigene Café mit kulinarischen Genüssen auf feinstem Meissener.

Spritzige Weine von nebenan

Von Diesbar-Seußlitz bis nach Pillnitz erstrecken sich die Weinberge im Elbland. Foto: Daniel Bahrmann (DML-BY)

Zu einem geselligen Mahl gehört natürlich auch der passende Wein – am besten aus der Region. Das milde Klima und fruchtbare Verwitterungsböden begünstigen den Weinbau entlang der Elbe. Zwischen Pillnitz und Diesbar-Seußlitz reifen die Trauben an meist steilen Hängen. Der erste Weinberg in Meißen wurde bereits im 12. Jahrhundert erwähnt und der köstliche Rebensaft ist bis heute in vieler Munde. Mit Gästen aus nah und fern feiern ihn die Einheimischen jedes Jahr im September zum Weinfest, wenn die Weinbaubetriebe der Region ihre besten Tropfen rund um den Marktplatz vorstellen.

Eine interessante Möglichkeit, um Meißen auf eigene Faust zu entdecken, ist die Denkmalroute durch die Altstadt. Die Tourist-Information hat dazu einen Rundgang zu 25 Baudenkmalen entwickelt.

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