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Grimma an der Mulde in Sachsen

Grimma: Verträumte Stadtschönheit an der Mulde

Grimma ist heute schöner als je zuvor. Die sehenswerte Altstadt lädt ein zu einer vergnüglichen Entdeckungsreise – auf eigene Faust oder mit einem amüsanten Stadtführer. Nach dem Bummel durch Straßen, Gassen und hübsche Geschäfte, vorbei an historischen Bauten wie dem Rathaus und der Pöppelmannbrücke lockt ein Gläschen Wein in einem der niedlichen Restaurants.

Während der Sommersaison starten die Muldeschiffe an der stählernen Hängebrücke zu Touren auf der Mulde in Grimma.

Während der Sommersaison starten die Muldeschiffe an der stählernen Hängebrücke zu Touren flussauf- und flussabwärts. Foto: Kati Lange

Und wenn die Fahrgastschiffe von April bis Oktober an der Hängebrücke unterhalb der Gattersburg über der Mulde ablegen, kommt Urlaubsstimmung auf. Weiter flussaufwärts verkehrt zwischen dem Kloster Nimbschen und dem Fährhaus Höfgen die handbetriebene Seilfähre. Ihre Ursprünge liegen im 16. Jahrhundert.

Radeln, wandern und ein Rendezvous mit Kössern

Rund um Grimma erstreckt sich das pittoreske Muldental. Dort zeigt sich die Natur bei Wanderungen und Radtouren von ihrer charmantesten Seite. Zahlreiche ausgebaute Routen durchziehen die Landschaft auf hunderten Kilometern. Schon längst kein Geheimtipp mehr ist der Mulderadweg. Er begleitet den Fluss von dessen beiden Quellen im Vogtland und im Osterzgebirge auf seinem Weg nach Norden bis zur Einmündung in die Elbe. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann die Flusslandschaft auf dem Muldental-Wanderweg erkunden.

Im Rittergut Kössern können sich Ausflügler im Muldental am Wochenende auf Kaffee und Kuchen freuen.

Im Rittergut Kössern können sich Ausflügler am Wochenende auf Kaffee und Kuchen freuen. Foto: Rittergut Kössern

Am „Weg der Steine“, einem acht Kilometer langen Wanderweg, erzählen 28 Stationen kunstvoll die spannende Erdgeschichte der Region. Zwischen Grimma und Kössern spüren Steinwegweiser, Sitzsteine, Taststeine und Skulpturen einer Zeit nach, als hier vor Millionen von Jahren ein Supervulkan brodelte. Steine spielen auch am Ziel in Kössern eine gewichtige Rolle. Das „Dorf der Baumeister“ gilt als Musterbeispiel eines barocken Plandorfes. Es war die Jagdleidenschaft des sächsischen Hochadels, die Prunk und Glanz in die fruchtbare Gegend brachte. Schon der legendäre sächsische Kurfürst August der Starke richtete in Kössern bunte Feste aus. Als Baumeister wirkte hier Matthäus Daniel Pöppelmann, der Schöpfer des Dresdner Zwingers. Für den Oberhofjägermeister Augusts des Starken, Wolf Dietrich von Erdmannsdorff, schuf er das stilvolle Jagdhaus. Ein echtes Schmuckstück ist auch das herrschaftliche Rittergut. Am Wochenende öffnet dort der Hofladen mit Café im idyllischen Innenhof seine Pforten.

Lebensfreude auf dem Land in Höfgen

In Höfgen, dem denkmalgeschützten „Dorf der Sinne“, klappern gleich drei Mühlen am rauschenden Bach. Darunter ist eine der letzten Schiffmühlen Europas. Für alle, die sich nach Landleben sehnen, wird hier ein Urlaubstraum war. Die liebliche Landschaft mit ihren Streuobstwiesen, weiten Auen und welligen Hügeln tut der Seele einfach gut.

Oberhalb der Mulde erstreckt sich in Höfgen bei Grimma der romantische Jutta-Park.

Oberhalb der Mulde erstreckt sich in Höfgen der romantische Jutta-Park. Foto: Manfred Lohse

Und auch die Kultur kommt nicht zu kurz. Auf einer Felskuppe steht die romanische Dorfkirche mit ihrer einmaligen Silhouette. Oberhalb der Anlegestelle der Muldenschifffahrt liegt der Jutta-Park, ein romantischer Landschaftspark im englischen Stil, gespickt mit „Rapunzel-Turm“, Skulpturen und Wasserspielen. Eine gute Gelegenheit, Höfgens sehenswerte und kulinarische Seiten kennenzulernen, bietet der Dorfrundgang „Allerlei Sinniges für Leib und Seele“.

Grimma zählt zu den kleinen, feinen Stadtschönheiten Sachsens, die abseits der Metropolen Dresden und Leipzig überraschen.

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