TOP

Eine Radtour … zwischen Rochlitz und Sermuth

Eine abwechslungsreiche Strecke, nicht zu lang, nicht zu steil und dabei voller verschiedener Eindrücke und vielleicht mit der Möglichkeit, ein Eis zu essen – das wünschen sich viele von einer Familienradtour. Der Mulderadweg ist solch eine Route für Jung und Alt, die neben gut ausgebauten Wegenetzen auch abseits davon einiges zu bieten hat.

Von Störchen und Schlössern

Ein Teilstück führt von Rochlitz bis nach Sermuth, wo sich die Zwickauer und die Freiberger Mulde eindrucksvoll vereinigen. Die 16,5 Kilometer lange Strecke schaffen auch größere Kinder oder Gelegenheitsbiker problemlos, so dass sie locker wieder zum Ausgangspunkt zurückradeln können. Start ist auf dem großen Parkplatz „An der Bleiche“ in der Rochlitzer Uferstraße direkt am Radweg. Entlang der Mulde lässt man bald das städtische Freibad links liegen, biegt in eine Kleingartensiedlung ein und fährt Richtung Bahnhof. Ein wenig Mut scheint es kurz darauf zu brauchen, um die alte Bahnbrücke über die Mulde zu bezwingen. Doch der Schein trügt. Alles ist sicher und schon bald ist Penna in Sicht, das nahezu jedes Jahr ein Storchenpaar begrüßen darf.

Ein echter Hingucker ist die alte Bahnbrücke bei Penna. Mit ein bisschen Geschick müssen Radelnde beim Überqueren auch nicht absteigen. Foto: Bastian Rakow

Auf sehr wenig befahrenen Straßen geht es dann immer etwas bergauf und bergab, bis auf einmal rechterhand eine alte Jugendstilvilla auftaucht, die heute ein sehr idyllisches Hotel beherbergt. Nach leichter Anstrengung ist Colditz erreicht. Doch noch wird nicht auf dem Markt Halt gemacht. Das Ziel ist Sermuth. Der Mulderadweg führt unterhalb des Colditzer Schlosses bis zu einem letzten größeren Hügel, zu dessen Füßen sich Sermuth erstreckt.

Bei Sermuth wälzen sich die Freiberger und die Zwickauer Mulde eindrucksvoll ineinander. Foto: Christiane Schwarzbach

Direkt am Zusammenfluss der zwei Mulden, etwa 500 Meter abseits der eigentlichen Route und extra ausgeschildert, ist dann Zeit für eine gemütliche Rast. Unter einem übergroßen Fliegenpilz lädt eine Bank dazu ein, die Beine baumeln und die Blicke schweifen zu lassen. Beeindruckend wälzen sich die zwei Flüsse ineinander, die Zwickauer Mulde viel trüber und brauner, weil sie gerade mehr Sedimente mitführt. Ein paar Meter weiter sind sie nur noch als Einheit zu erkennen.

Den Rückweg genießen

Auf der Fahrt zurück lockt auf dem Colditzer Markt ein leckeres Eis oder wahlweise ein großes Stück Kuchen. Wer hier eine längere Pause einlegen möchte, verbringt diese am besten im Schloss Colditz. Sehr empfehlenswert ist eine Führung.

Auf dem Rückweg entlang der verträumten Muldenauen und -wiesen scheint die Zeit irgendwie schneller zu vergehen und schon ist der Startparkplatz wieder erreicht. Wen dann immer noch ein kleines Hüngerchen plagt, der fährt einfach direkt über die „Insel“ mit verschiedenen Trimm-Dich-Geräten zum Rochlitzer Schloss. Im Blümchen-Café mit seinem wunderschönen Ausblick lässt es sich aushalten und auch das Schloss selbst hält spannende Ausstellungen bereit.

Christiane Schwarzbach

Nach der Radtour bleibt genug Zeit für einen Abstecher ins Schloss Rochlitz und ein Stück Kuchen im Blümchen-Café. Foto: BUR-Werbung

Detaillierte Informationen zur Strecke finden sich auf outdooractive.com.

 

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar