Veranstaltungstipps für den November
Der Spätherbst ist die Zeit für Entdeckungen abseits des Trubels. Ob traditionelles Handwerk, leuchtende Lichterwelten oder reiches Musikerbe – Sachsen bietet im November vielfältige Erlebnisse. Hier sind sechs Highlights, die Sie in diesem Monat nicht verpassen sollten:
6.–8.11. :22. Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt
ab 7.11.: Die Ideenwelten Björn Köhlers in Döbeln
14.–21.11.: Festival Europäische Notenspuren in Leipzig
ab 15.11.: Aschenbrödel-Ausstellung in Moritzburg
ab 19.11.: Christmas Garden in Schloss und Park Pillnitz
28./29.11.: Bimmelbahn und Lichterglanz mit der Weißeritztalbahn
6.–8.11.: 22. Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt
Jedes Jahr am ersten Wochenende im November finden zum Pfefferkuchenmarkt tausende Gäste ihren Weg in die ostsächsische Kleinstadt Pulsnitz. Seit vielen Generationen in Familienbesitz bewahren heute acht Pfefferküchlereien und die Lebkuchenfabrik die alte Handwerkskunst. Zum Pfefferkuchenmarkt präsentieren sich alle gemeinsam mit ihren Verkaufsständen und öffnen ihre Ladengeschäfte im Stadtgebiet.
Das Verzieren von Pfefferkuchen ist im Pulsnitzer Museum jederzeit zu den regulären Öffnungszeiten möglich. Foto: Philipp Herfort
Ein vielfältiges handwerkliches, kulturelles und kulinarisches Angebot rundet das Programm des Marktes von Freitagnachmittag bis Sonntagabend ab. So präsentieren sich die Pulsnitzer Museen, die Blaudruckwerkstatt und die Töpferei genauso wie zahlreiche weitere traditionelle Handwerksbetriebe auf dem Kirchplatz. Großen Spaß für die ganze Familie bringt es, sich im Pfefferkuchenmuseum einmal selbst am Verzieren eines Pfefferkuchens zu versuchen und so ganz eigene Kreationen zu schaffen.
ab 7.11.: Die Ideenwelten Björn Köhlers in Döbeln
Vom 7. November bis zum 21. Februar 2027 präsentiert das Stadtmuseum Döbeln im Rathausturm seine diesjährige Weihnachts- und Winterausstellung „Björn Köhler. Zeichnung und Figur – die Ideenwelten eines Drechslers“. Aus Verbundenheit zu seiner Heimat und dem Wunsch, erzgebirgische Tugenden zu bewahren, begann Björn Köhler nach seiner Ausbildung zum Holzdrechslermeister, an seiner ersten eigenen Drechselbank mit Holz zu experimentieren. So ergründete er die vielfältigen Möglichkeiten seines Handwerks und entwickelte ein neues, unverwechselbares Design in der erzgebirgischen Holzkunst. Auch das Zeichnen spielt in seinem Schaffen eine wichtige Rolle: Es schult den Blick für Formen und Details und inspiriert damit sein handwerkliches Wirken. In der Döbelner Sonderschau werden Köhlers Ideenwelten nun anhand von ausgewählten Zeichnungen und Figuren beleuchtet.
Bjönr Köhler steht für moderne Handwerkskunst aus dem Erzebirge. Foto: Köhler Kunsthandwerk GmbH & Co.KG
14.–21.11.: Festival Europäische Notenspuren in Leipzig
Die Europäischen Notenspuren sind ein famoses Festival des Leipziger Musikerbes: Komponisten und Musikerinnen, die in Leipzig gelebt, studiert, gearbeitet und durch ihr Schaffen das europäische Musikleben beeinflusst haben, werden in den Mittelpunkt gestellt, facettenreich beleuchtet und neu interpretiert. Das diesjährige Festival beschäftigt sich anlässlich der Eröffnung des Leipziger Notenbogens und TACHELES 2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen mit dem jüdischen Musikerbe der Stadt. Die Veranstaltungen führen an vergessene Orte jüdischen Musiklebens, bringen verloren gegangene Musiktraditionen zurück an diese Orte und beleuchten einzelne Persönlichkeiten und Facetten dieser reichen Geschichte.
Ab 15.11.: Aschenbrödel-Ausstellung in Moritzburg
Ab dem 20. November wird Schloss Moritzburg wieder zum Pilgerort für Märchenfans. In diesem Jahr findet die beliebte Winterausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ bereits zum 15. Mal statt. Besucher können sich auf liebevoll inszenierte Filmszenen und detailreich dekorierte Räume freuen. Kostüme, Requisiten und Melodien lassen eine ganz besondere Stimmung entstehen. Neben dem Ausstellungsrundgang stehen Tanzkurse, Backnachmittage und Bastelangebote auf dem Plan. So graviert zum Beispiel an den ersten drei Adventswochenenden eine Künstlerin Haselnüsse mit einem Namenszug.
Die Ausstellung zum Kult-Märchenfilm von 1973 kehrt nach Schloss Moritzburg zurück. Foto: Sylvio Dittrich
ab 19.11.: Christmas Garden in Schloss und Park Pillnitz
Ab dem 19. November erstrahlt der Christmas Garden Dresden mit seiner neu gestalteten Lichterwelt. In der achten Ausgabe erwartet die Gäste erneut eine Fülle künstlerischer Highlights. Rund zwei Kilometer lange funkelnde Pfade, kunstvoll in das Ambiente von Schloss und Park Pillnitz eingebettet, schaffen zusammen mit Millionen von Lichtpunkten eine einzigartige Stimmung.
Auf dem Rundweg ergänzen süße und herzhafte Snacks sowie heißer Glühwein oder Punsch das Angebot. Während der gesamten Saison gibt es für die kleinen Gäste Spiel und Spaß mit einer spannenden Kinder-Rallye, einer großen Eisbahn und vielen Fotospots. An ausgesuchten Tagen können sie dort auch dem Weihnachtsmann begegnen und gemeinsam mit der ganzen Familie unvergessliche Momente erleben.
Mit der Dämmerung beginnt im Christmas Garden die magische Reise. Foto Dennis Reimann
27./28./29.11.: Bimmelbahn und Lichterglanz mit der Weißeritztalbahn
Dampf, Lichterglanz und Glühweinduft: In der Adventszeit verwandelt sich eine Fahrt mit der Weißeritztalbahn in ein unvergessliches Wintererlebnis. Gleich drei besondere Angebote im Osterzgebirge laden dazu ein, einzusteigen und die Fahrt mit der historischen Bahn zu genießen. Bei „Bimmelbahn & Lichterglanz“ am 28. und 29. November wird die Strecke von Freital-Hainsberg bis Kurort Kipsdorf zum befahrbaren Weihnachtsmarkt. An den einzelnen Stationen warten erzgebirgisches Handwerk, Mitmachangebote wie Räucherkerzen selber herstellen, kleine Weihnachtsmärkte und kulinarische Genüsse. Beim „Adventszauber auf der Weißeritztalbahn“ geht es an ausgewählten Abenden im November und Dezember mit Volldampf durch das winterliche Tal. Genussvoll wird es schließlich bei „Bimmelbahn mit Glühweinduft“ am 27. November: Die nostalgische Dampfzugfahrt von Freital-Hainsberg nach Dippoldiswalde und zurück wird von Glühwein, weihnachtlichen Leckereien und Bratwurst begleitet.
Eine Fahrt mit der Weißeritztalbahn ist für alle ein Erlebnis. Foto: Lars Neumann