Sonderausstellungen für den Winter in Sachsens Museen: Afrika, Herkules und das Sandmännchen
Sachsens Museen laden mit aktuellen Sonderausstellungen zu einem Besuch in der kalten Jahreszeit ein. Die Bandbreite ist ausgesprochen groß – unsere Auswahl gibt Tipps für die nächsten Wochen und Monate.
Adventskalender. Gezählte Tage in Bild und Schokolade
bis 1.2.2026, Technisches Museum Papiermühle Zwönitz
Foto: Heimatwelten Zwönitz
Eine märchenhafte Weihnachtswelt aus Pappe und Papier lassen die 24 historischen Adventskalender der aktuellen Sonderausstellung in der Papiermühle Niederzwönitz entstehen. Dazu werden auch die dazugehörigen Geschichten aus reichlich 100 Jahren erzählt.
Technisches Museum Papiermühle Zwönitz, Niederzwönitzer Straße 62 a, 08297 Zwönitz
Öffnungszeiten
Mittwoch–Sonntag 10–16 Uhr
geschlossen: 24.–26.12., 29.12.–6.1.
Leben in der Industriestadt Löbau
bis 22.2.2026, Stadtmuseum und Haus Schminke Löbau
Foto: Stadtmuseum Löbau
Um den Löbauer Berg ranken sich viele Geheimnisse. Legendär ist der vermeintliche Schatz, der hier zu finden sein soll, bewacht von mystischen Gestalten. Von dieser und vielen weiteren Sagen erzählt die Sonderausstellung.
Auch von Wunderblumen und Gespenstern wird rund um Löbaus Hausberg berichtet. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der gusseiserne König-Friedrich-August-Turm auf seinem Gipfel, der 2024 sein 170-jähriges Bestehen feiert.
Stadtmuseum Löbau, Johannisstraße 3–5, 02708 Löbau
Öffnungszeiten
Stadtmuseum: Dienstag–Freitag 10–17 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 13–17 Uhr
Haus Schminke: Donnerstag–Sonntag 12–17 Uhr (letzter Einlass: 15.45 Uhr)
Unser Sandmännchen in Leipzig
bis 22.2.2026, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Haus Böttchergäßchen
Foto: Markus Scholz
Rund um die Kultfigur der deutschen Fernsehgeschichte werden originale Sandmännchen-Puppen und Begleitfiguren wie Herr Fuchs und Frau Elster sowie originale Szenen aus vielen Jahrzehnten Sandmännchen-Produktion gezeigt. Dazu gehören der spektakuläre Fuhrpark des Sandmännchens mit dem „Senkrechtstarter“, außerdem Requisiten und Kulissen aus seinen Besuchen im Märchenwald, im Weltraum oder in der Messestadt Leipzig.
Auch eine Auswahl an dazu passenden Sandmännchen-Folgen ist zu sehen. Zusätzlich gibt es Mitmachaktionen und interaktive Bereiche für Kinder.
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Haus Böttchergäßchen, Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig
Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag, Feiertag 10–18 Uhr
geschlossen: 24.12. und 31.12.
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
bis 1.3.2026, Schloss Moritzburg
Foto: Schlösserland Sachsen/Sylvio Dittrich
Am originalen Drehort des legendären Weihnachtsfilms „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wird dem Mythos auch in diesem Winter in der gleichnamigen Ausstellung gehuldigt. Liebevoll inszenierte Bilder und detailreich dekorierte Räume empfinden die wichtigsten Filmszenen nach und auch Kostüme, Requisiten und unvergessliche Melodien entführen in die bis heute faszinierende Märchenwelt.
Gäste dürfen in originalgetreue Besucherkostüme schlüpfen und im Ballkleid selbst zu Aschenbrödel werden. Auch die Gewänder für den Prinzen, den König oder die Stiefschwester und Klein-Röschen sorgen für viel Spaß beim Anprobieren.
Schloss Moritzburg, Schloßallee, 01468 Moritzburg
Öffnungszeiten
täglich 9.30–17.30 Uhr
geschlossen: 24. und 31.12., 5.1., 12.1., 19.1., 26.1., 2.2. und 23.2.
On the road again! Die Welt unserer Trucker
bis 1.3.2026, Verkehrsmuseum Dresden
Foto: Amac Garbe
Rund 3,8 Millionen Lastwagen sind auf deutschen Straßen zugelassen. Aber wer weiß eigentlich, wie der Arbeitsalltag derjenigen aussieht, die die Fahrzeuge steuern?
In der Ausstellung kommen die Besucher den Truckern ganz nah: Sie betreten das Wohnzimmer eines Lkw-Fahrers, besuchen eine Raststätte mit teurem Kaffee und ein Logistikzentrum, in dem sie einem Disponenten bei der Steuerung der Güterlogistik über die Schulter schauen können, stöbern in einem Trucker-Shop und bekommen in einem Schulungszentrum den Reifenabrieb und das Sichern von Ladung vor Augen geführt.
Verkehrsmuseum Dresden, Augustusstraße 1, 01067 Dresden
Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag 10–18 Uhr
geschlossen: 24./25.12., 31.12., 1.1.
Playmobil-Träume für Groß und Klein
bis 11.4.2026, Stadtmuseum Döbeln
Foto: Modellbau-Team Chemnitz
Seit über 50 Jahren ist Playmobil aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. Alle, die mit dem Spielzeug aufgewachsen sind, wissen um dessen mannigfaltige Möglichkeiten, eigene Welten zu erschaffen. Das spiegelt die Sonderschau des Modellbau-Teams Chemnitz mit unterschiedlichen Szenerien wider – aus Märchen und Filmen, dem Alltag oder der Geschichte. Die Figuren mit ihrem freundlichen Lächeln im Gesicht haben viele Talente.
Beim Besuch der Ausstellung ist nicht nur anschauen erlaubt. Wer Lust bekommt, selbst etwas zu gestalten, kann eigene Upcycling-Kreationen basteln.
Stadtmuseum/Kleine Galerie, Obermarkt 1, 04720 Döbeln
Öffnungszeiten
Dienstag 10–18 Uhr, Mittwoch/Donnerstag 10–16 Uhr, Freitag 9–12 Uhr, Samstag 14–17 Uhr
Planet Africa. Eine archäologische Zeitreise
bis 12.4.2026, smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz
Foto: LfA/smac, Laura Frenzel
Die Ausstellung beleuchtet die Schlüsselrolle des afrikanischen Kontinents in der menschlichen Evolution – und zwar aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel: dem der modernen Archäologie. Sie speist sich vor allem aus den Ergebnissen zahlreicher neuerer Forschungsprojekte, die gemeinsam mit afrikanischen Partnerinstitutionen seit 2018 durchgeführt werden.
Hierbei geht die Erzählung nicht chronologisch vor, sondern gliedert sich in sechs große Themen, die vom Reichtum der Landschaften, der Funde und Monumente und von den Menschen erzählen. Streetart-Künstler aus verschiedenen afrikanischen Ländern gestalteten eindrückliche Illustrationen für jedes der sechs Themenfelder.
smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz, Stefan-Heym-Platz 1, 09111 Chemnitz
Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag, Feiertag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–20 Uhr
geschlossen: 24./25.12., 31.12., 1.1.
Rolf Dvoracek – Photo-Graphische Spitzlichter
bis 12.4.2026, Museum Bautzen
Rolf Dvoracek, Baumkuchen – Café Budissin, 1983 | Foto: Museum Bautzen
Ab den 1950er Jahren hielt der Bautzener Fotograf Rolf Dvoracek das Leben und den Alltag der Menschen im Stadtgebiet sowie der Umgebung fest und dokumentierte seitdem mit kritischem Blick den baulichen und gesellschaftlichen Wandel. Mit analoger, später auch digitaler Kameratechnik suchte er den besonderen Augenblick, die passende Stimmung, den Kontrast von Licht und Schatten oder das Gegenlicht.
Für die Aufnahmen in Schwarzweiß wählte er ungewöhnliche Standorte, Perspektiven, Blickwinkel und Bildausschnitte. Mit seinen Bautzener Bildern der 1960er bis 1980er Jahre wollte und will Rolf Dvoracek zeigen, dass seine Heimatstadt „trotz aller Widrigkeiten immer schön und sehenswert war“.
Museum Bautzen, Kornmarkt 1, 02625 Bautzen
Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag, Feiertag 10–18 Uhr
geschlossen: 24. und 31.12.
Zeitsprung – 100 Jahre Astronomische Kunstuhr
bis 17.5.2026, Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
Foto: René Gaens
Im Oktober 1925 stellte Hermann Goertz seine Astronomische Kunstuhr nach reichlich drei Jahrzehnten Bauzeit fertig. Deren 100. Geburtstag widmet das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte eine Sonderausstellung, die sowohl die technischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit erlebbar macht als auch die Herausforderungen aufzeigt, die Hermann Goertz bei den Arbeiten an seinem Meisterwerk zu bewältigen hatte. Darüber hinaus gibt die Schau anschauliche Einblicke ins Innere der Uhr.
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte, Schillerstraße 3 a, 01768 Glashütte/Sachsen
Öffnungszeiten
Mittwoch–Sonntag 10–17 Uhr
geschlossen: 22.–26.12., 29.12.–1.1., 12.–16.1.
Herkules – Held und Antiheld
bis 28.6.2026, Zwinger Dresden
Herakles Farnese, unbekannter Künstler, letztes Drittel des 17. Jahrhunderts | © Skulpturensammlung, SKD/Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut
In der Antike galt der Herkules als die beliebteste Heldengestalt überhaupt. Maler und Bildhauer ließen sich vom mythischen Halbgott inspirieren, schufen Werke, die ihn in teils dramatischen, teils entspannten, aber auch komischen Situationen zeigten. Der muskulöse Körper sowie die Attribute Keule und Löwenfell waren Erkennungszeichen, die eine rasche Identifizierung ermöglichten.
Die präsentierten Skulpturen, Gemälde, Grafiken und Kunsthandwerk machen die Faszination für den Herkules vom griechischen Altertum bis zur Neuzeit deutlich. Gleichzeitig setzt die Schau Erzählungen und Darstellungen in Beziehung zur Gegenwart und stellt die Frage nach den wahren Helden von heute.
Zwinger, Theaterplatz 1, 01067 Dresden
Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag 10–17 Uhr
ggf. abweichende Öffnungszeiten bis zum 1.1.2026
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