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In der Heimath.

In der Heimath.

Nicht ungewöhnlich ist, wenn ein Schriftsteller über seine Heimat schreibt. Ungewöhnlich ist eher, wenn dies ein wenig bekannter Teil seines Werkes ist. Doch ebenso wie Karl Mays Wilder Westen oder sein Orient anders aussahen, als Reisende es damals tatsächlich erlebt haben oder wissenschaftliche Erkenntnisse es heute zeigen, so ist sein Bild der Heimatregion ein literarisch verändertes. Es bringt uns aber den Autor besonders nahe. Die Sonderausstellung soll Besucher mitnehmen in eine vergangene Welt. Das Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal möchte das Erzgebirge vorstellen, wie der Schriftsteller es erlebt hat – also seine Umgebung in seiner Zeit. Gehört Ernstthal zum Erzgebirge? Was verbinden wir heute mit dem Erzgebirge und was davon spielte für Karl May eine Rolle? Unter welchen Bedingungen lebten die Menschen hier im 19. Jahrhundert, welche sozialen Hintergründe beeinflussten ihre Entwicklung? Was bedeuteten Grenzen für den Alltag und die Zukunftsaussichten, politisch und wirtschaftlich? Was verbindet die Menschen auch diesseits und jenseits der sächsisch-böhmischen Grenze? Erst in der Zusammenschau, durch Querbezüge und im Rückblick zeigen sich besondere Facetten des Lebens und Werkes sowie der Wirkung Karl Mays, denen genauer nachgegangen werden soll.